Schlagwort: Banken

News-Leitartikel: Denn sie wissen nicht, was sie tun

Bei dem Gezeter um die Kärntner Hypo andere Landesbanken nicht vergessen!

Es war vorherzusehen. Das Sondergesetz für die Hypo Alpe Adria wurde gekippt. Und wir haben es schwarz auf weiß: Politiker können früher beschlossene Haftungen nicht einfach per Gesetz ausradieren. Und Schulden tilgen, indem Gläubiger von praktisch mündelsicheren Papieren zur Kasse gebeten werden. Wenn alles schlecht geht, und es spricht einiges dafür, droht ein rund 15 Milliarden Euro großes schwarzes Loch im Budget. Und die Republik, respektive wir Steuerzahler, steht am Ende doch noch für das ganze Schlamassel gerade, das uns das schöne südliche Bundesland mit seiner alles andere als grundsoliden Hausbank eingebrockt hat.

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News-Kolumne: Drum prüfe, wer sich gerne bindet

Es ist eine Geschichte der ungenutzten Möglichkeiten und wird nächste Woche auch im parlamentarischen U-Ausschuss zum Thema Hypo Alpe Adria zur Sprache kommen: Zwei Wirtschaftsprüfer waren bei der Hypo am Werken: der langjährige Hausprüfer Confida mit Prüfungsleiter Walter Groier und, ab 2003, Deloitte mit dem Partner Gottfried Spitzer. Im Finanzjargon nennt man das, was ab 2004 lief, ein Joint Auditing, man teilt sich also die Aufgaben in der Prüfung auf. Relativ schnell kristallisierten sich kommunikative Unzulänglichkeiten heraus. So sagt Spitzer jetzt: „Heute wissen wir, dass wir als Feigenblatt instrumentalisiert und bewusst getäuscht wurden sowie falsche und unvollständige Unterlagen erhalten haben.“ Als Spitzer merkte, dass „massive, nicht verbuchte Verluste von fast 330 Millionen Euro“ in der Bilanz fehlten, widerrief er den Bestätigungsvermerk für die Bilanz 2004.

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News-Kolumne: Braut Bawag steht vor der Entscheidung

Seit 2007 ist der US-Fonds Cerberus bei der Bank für Arbeit und Wirtschaft (Bawag) Haupteigentümer. Die frühere Hausbank des Gewerkschaftsbundes hatte nach bilanziellen Sorgen unter Helmut Elsner den heutigen Notenbankgouverneur Ewald Nowotny als Generaldirektor. Spätestens seit 2009 Byron Haynes das Ruder in der Bank übernahm, ging es so richtig zur Sache. Man wollte drei bis höchstens fünf Jahre an Bord bleiben und verkaufen. Gewinnbringend, versteht sich. Doch der Plan ging nicht auf. weiterlesen →