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News-Kolumne: Schlimmer geht’s immer

Es ist eine echte Erfolgsstory, die Jeff Bezos in 21 Jahren an der Spitze des US-amerikanischen Internetriesen Amazon vorweisen kann: Bezos entwickelte den elektronischen Handel derart rasant weiter, dass er im Jahr 2000 das private Raumfahrtunternehmen Blue Origin gründen und 2013 die Tageszeitung „The Washington Post“ kaufen konnte. Laut „Forbes“- Liste ist der 51-jährige US-Amerikaner heuer mit einem Vermögen von 34,8Milliarden US-Dollar unter den 15 reichsten Menschen der Welt. So weit, so gut. weiterlesen →

News-Kolumne: Wegen Reichtums geschlossen

Sommer, Sonne, Strandbad und auch sonntags ein bisschen shoppen: Pünktlich zur Urlaubszeit haben Wirtschaftskammer und Gewerkschaft die Diskussion um die Sonntagsöffnung im Wiener Handel belebt. Seit Jahren Konterparts, die einen für die Unternehmen, die anderen für die Angestellten und im Zweifel gegen Husch-pfusch. Das sei „das Letzte, was wir brauchen“, sagte Gewerkschaftsvertreter Manfred Wolf vor ein paar Tagen. Rainer Trefelik, Handelsspartenobmann in der Wirtschaftskammer, sprach gleichzeitig von einer „sensiblen Phase der Annäherung“.

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News-Leitartikel: Denn sie wissen nicht, was sie tun

Bei dem Gezeter um die Kärntner Hypo andere Landesbanken nicht vergessen!

Es war vorherzusehen. Das Sondergesetz für die Hypo Alpe Adria wurde gekippt. Und wir haben es schwarz auf weiß: Politiker können früher beschlossene Haftungen nicht einfach per Gesetz ausradieren. Und Schulden tilgen, indem Gläubiger von praktisch mündelsicheren Papieren zur Kasse gebeten werden. Wenn alles schlecht geht, und es spricht einiges dafür, droht ein rund 15 Milliarden Euro großes schwarzes Loch im Budget. Und die Republik, respektive wir Steuerzahler, steht am Ende doch noch für das ganze Schlamassel gerade, das uns das schöne südliche Bundesland mit seiner alles andere als grundsoliden Hausbank eingebrockt hat.

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News-Kolumne: Würfel sind noch nicht gefallen

Glückspiel: Wird es der Megadeal des Jahres?

war eine durchaus illustre Runde, die das Zeug und die nötige Marie haben sollte, bei den staatlichen Casinos Austria einzukaufen: Von den Investoren Peter Goldscheider bis Ronny Pecik wurden mögliche Interessenten genannt; darunter auch solche, die selbst nie zuvor auch nur das geringste Interesse angemeldet hatten, so wie es bei Hans Peter Haselsteiner der Fall war. Fürs Erste hat Harald Neumann , Vorstandschef der niederösterreichischen Novomatic, zugeschlagen. Zuerst übernahm er 18 Prozent an den Lotterien, dann machte er einigen Aktionären der Casinos, die ihrerseits 68 Prozent an den Lotterien halten, ein schönes Angebot. Vorbehaltlich aller kartellrechtlichen Genehmigungen könnte dies der Megadeal des Jahres werden. Noch aber ist das Spiel nicht beendet.

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News-Kolumne: Wie man Investitionen verhindert

Der damalige Finanzminister Wilhelm Molterer verkündete im Jahr 2007, dass die Verwaltungskosten für Unternehmen um 25 Prozent gesenkt werden sollten. Der Plan war einfach: Viele Vorschriften wurden vereinfacht und kosteten die Unternehmen unterm Strich nicht nur weniger Aufwand, sondern auch entsprechend weniger Geld. Entbürokratisierung nannte das die Regierung damals. Ein schöner Plan, der die Firmen dazu animieren sollte, das frei gewordene Geld zu investieren und damit den Wirtschaftskreislauf in Schwung zu bringen.

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1 Haus für 1 Euro

Einmal eine geniale Geschäftsidee von einem südländischen Politiker.

Wer sich dem 7.000-Einwohner- Dorf Gangi auf der Landstraße aus dem Süden nähert, dem eröffnet sich ein spektakulärer Anblick: im Vordergrund das imposante Dorf, ein rund 700 Meter hoher Hügel, bebaut bis zum letzten Winkel. Reihe an Reihe schmiegen sich die Häuser an die Südseite und schützen einander vor Wind und Wetter. Dahinter ragt der Ätna mit schneebedecktem Gipfel aus dem Nichts und raucht gemächlich vor sich hin. Sein Fundament verschwimmt mit den sattgrünen Wiesen, umsäumt von Zypressen, Mandelbäumen, Klatschmohn.

Gangi ist ein Traum, den sich fast 100 Häuslkäufer seit fünf Jahren erfüllen. Damals hatte Bürgermeister Giuseppe Ferrarello, 45, die Idee, Häuser um einen Euro feilzubieten – wenig mehr als die 70 Cent, die in Gangi ein Espresso kostet. „Ich habe die Besitzer der leer stehenden Häuser angeschrieben und sie gebeten, ihre Häuser der Gemeinde zu überlassen, damit wir sie verkaufen können“, erzählt Ferrarello. Viele Verkäufer sind schon die Kindeskinder jener „Gangitani“, die ihr Glück in der Ferne suchten, als sie zu Hause nicht mehr genug Arbeit fanden, und in den Norden Italiens, in die USA, nach Großbritannien oder gar Australien ausgewandert sind.

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News-Kolumne: Bei OMV läuft fast alles wie geschmiert

Es sind noch keine zwei Wochen vergangen, seit Rainer Seele seinen Job als neuer Generaldirektor des Mineralölkonzerns OMV auch offiziell angetreten hat. Was gleich positiv auffällt: Die Stimmung im Konzern ist eine andere geworden. Nicht zuletzt waren die Mitarbeiter beeindruckt, dass sich der Neue 40 Minuten lang ihren Fragen stellte – und auch alle beantwortete. Der Mann kann Menschen vereinnahmen, inhaltlich wird er trotzdem beinhart bleiben. Vor allem die Effizienz des heimischen Öl- und Gasriesen wolle er steigern, teilt Seele in einem Videoblog mit – und gleichzeitig das Unternehmens portfolio optimieren. Außerdem sieht er eine Chance, in russische Produktionsstätten einzusteigen. Eine tragende Rolle spielt auch Peter Oswald , Vorstandsvorsitzender des Papier- und Verpackungsriesen Mondi und seit 19.¬Mai Aufsichtsratschef der OMV. Er hat auch ein Büro in der Zentrale in der Wiener Trabrennstraße – eine international übliche Gepflogenheit, die auch als Signal für mehr Internationalität gilt. Gemeinsam suchen die zwei einen neuen Vorstand für Exploration und Produktion (E&P). Der derzeitige Vorstand Jaap Huijskes wird bis April 2016 im Amt bleiben.

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News-Kolumne: Drum prüfe, wer sich gerne bindet

Es ist eine Geschichte der ungenutzten Möglichkeiten und wird nächste Woche auch im parlamentarischen U-Ausschuss zum Thema Hypo Alpe Adria zur Sprache kommen: Zwei Wirtschaftsprüfer waren bei der Hypo am Werken: der langjährige Hausprüfer Confida mit Prüfungsleiter Walter Groier und, ab 2003, Deloitte mit dem Partner Gottfried Spitzer. Im Finanzjargon nennt man das, was ab 2004 lief, ein Joint Auditing, man teilt sich also die Aufgaben in der Prüfung auf. Relativ schnell kristallisierten sich kommunikative Unzulänglichkeiten heraus. So sagt Spitzer jetzt: „Heute wissen wir, dass wir als Feigenblatt instrumentalisiert und bewusst getäuscht wurden sowie falsche und unvollständige Unterlagen erhalten haben.“ Als Spitzer merkte, dass „massive, nicht verbuchte Verluste von fast 330 Millionen Euro“ in der Bilanz fehlten, widerrief er den Bestätigungsvermerk für die Bilanz 2004.

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News-Leitartikel: Merkel hat sich verrechnet

Europa hat sich in eine Sackgasse manövriert, der Sparkurs ist gescheitert.

Europa droht zu scheitern. Nicht am Nein der Griechen beim Referendum letzten Sonntag, sondern an der Illusion des Sparkurses. Diesem lag von Anfang an ein Denkfehler zugrunde. Dieser stützte sich wiederum auf eine falsche Rechnung, die aus der Feder zweier US-Wirtschaftswissenschaftler aus dem Jahr 2010 stammt.

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Jetzt ansehen: Diskussion zu Griechenland in der ZiB24 vom 1.7.2015

Gestern war ich in die ZiB24 eingeladen, um mit Michael Fleischhacker von NZZ.at über die Krise in Griechenland zu diskutieren. Der Beitrag kann noch in den nächsten Tagen online angesehen werden.

Diskussion in der ORF TVTHEK ansehen (noch bis 7. Juli 2015 verfügbar)»